Was sind Superfoods?

Was sind Superfoods? Superfoods sind zunächst einmal Lebensmittel mit exotischen Namen :-). Als „Superfoods“ werden in den meisten Fällen Lebensmittel bezeichnet, die aus fernen Ländern kommen und denen eine Heilkraft zugesprochen wird. Die Superfoods können aus dem tiefsten Amazonas oder auch aus China kommen. Meist werden diese Früchte oder Pflanzen von den dortlebenden Naturvölkern oder Einheimischen als Grundnahrungsmittel verzehrt und in Deutschland als Wundermittel verkauft. Oftmals wird noch damit geworben, dass die Naturvölker selten nur Herzinfarkte bekommen, kein Übergewicht haben und auch nicht zu Krebs neigen. Das allerdings diese Menschen sich viel bewegen, sich sonst nicht mit Pizza und Fast Food ernähren oder auch weniger Stress haben, den wir in uns Industrieländern aussetzen, wird meist verschwiegen. Was sind also Superfoods und was steckt dahinter? Aktuell ist die Açai der Renner unter den Superfoods. Sie stammt aus Brasilien und wächst auf Palmen. Von den Bewohnern wird sie entweder frisch oder auch als Saft zu sich genommen. In Deutschland wird Açai in Joghurt, Säfte, Müsli oder in Schokolade gemischt. Die Açai hat tatsächlich einen hohen Gehalt an Anthocyanen. Dieser wird antioxidativ und schützt auf diese Weise die Körperzellen vor freien Radikalen. Allerdings ist die Beere auch reich an Fett. Da in Deutschland aber das wachsende Übergewicht Sorgen macht, ist die Frage, ob wir tatsächlich einen Energie-Lieferanten aus Brasilien brauchen, um uns noch weiteres Fett zuzufüttern. Dazu kommt noch, dass die meisten Superfoods in unseren Lebensmittelladen nicht frisch ankommen. Oftmals werden sie bereits nach der Ernte getrocknet oder als eine breiige Masse verarbeitet und nach dem Import in ein Endprodukt verarbeitet. Wie viel Superfood tatsächlich am Ende in einem Joghurt landet, weiß der Verbraucher in den meisten Fällen nicht. Bedenken sollte man auch, dass die meisten Superfoods, die aus fernen Ländern nach Deutschland importiert werden, auch mit jeder Menge Pestizide frisch gehalten werden. Hier in diesem etwas kritischeren Artikel über Superfoods wird das näher erklärt.
Heimische Superfoods stehen den Exotischen in nichts nach: Was allerdings den Gehalt an Anthocyan angeht, so können einheimische Lebensmittel mit den exotischen Superfoods auf jeden Fall mithalten. Ob schwarze Johannisbeere, rote Trauben oder Holunder – auch sie sind Superfoods und meist günstiger und frisch zu erhalten. Doch nur weil Studien immer wieder beweisen, dass Anthocyan freie Radikale in unserem Körper abfangen und verhindern, dass sie uns schädigen, heißt das nicht, dass viel davon auch wirklich gut für uns ist. Werden diese in großen Mengen zu sich genommen, können sie aber auch Wechselwirkungen mit Medikamenten auslösen oder dazu führen, dass Vitamine schlecht aufgenommen werden. Daher wird empfohlen auf Pillen oder Pulver, die dieses Superfood enthalten zu verzichten und es so natürlich wie möglich aufzunehmen.

Auch gilt: Nur weil man einmal am Tag ein paar Beeren oder andere Superfoods zu sich nimmt, sich ansonsten wenig bewegt und die Hauptmahlzeiten aus Pizza oder Fast Food bestehen, werden diese kaum eine heilende Wirkung auf den menschlichen Körper haben. Es gehört weit aus mehr dazu, dass diese Lebensmittel unseren Körper wirklich helfen.

Bild: CC 2.0 by William Ismael / Flickr

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